Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: März 2026

1. Geltungsbereich und Vertragsgegenstand

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln die Nutzung der Plattform „Atlas Apply“ (nachfolgend „Plattform“), betrieben von der Sprad Software GmbH, Kaiserstraße 16 / 7-9, 1070 Wien, Österreich, eingetragen im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien unter FN 558095d, UID-Nummer ATU77057159 (nachfolgend „Anbieter“ oder „wir“). (2) Die Plattform ist ein KI-gestützter Dienst, der Nutzer bei der Jobsuche und Bewerbung unterstützt. Die Kernfunktionen umfassen insbesondere: die KI-gestützte Erstellung und Optimierung von Bewerbungsprofilen und Lebensläufen (CVs), sprachbasierte Interaktionen zur Profilergänzung (Voice-Agent), KI-basiertes Jobmatching und Stellenrecherche sowie die Generierung maßgeschneiderter Bewerbungsunterlagen. (3) Diese AGB gelten für alle über die Plattform geschlossenen Verträge zwischen dem Anbieter und dem Nutzer (nachfolgend „Nutzer“ oder „Sie“). Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Nutzers werden nur anerkannt, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. (4) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Verbraucher im Sinne des § 1 des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) mit Wohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in der Schweiz. (5) Ergänzend gelten Anhang 1 (KI-Nutzungsbedingungen) und Anhang 2 (Acceptable Use Policy) dieser AGB.

2. Registrierung und Nutzerkonto

(1) Die Nutzung der Plattform setzt eine Registrierung voraus. Zugang erfolgt über das Login-/Registrierungsformular oder über einen personalisierten Link, der dem Nutzer per E-Mail zugesandt wird. (2) Die Nutzung der Plattform ist ausschließlich Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und unbeschränkt geschäftsfähig sind. Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, dass er mindestens 18 Jahre alt und unbeschränkt geschäftsfähig ist. (3) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese während der gesamten Vertragslaufzeit aktuell zu halten. (4) Der Zugangslink ist persönlich und nicht übertragbar. Der Nutzer ist verpflichtet, seinen Zugang vor unbefugter Nutzung durch Dritte zu schützen. Der Nutzer haftet für alle Aktivitäten, die über seinen Zugang erfolgen, sofern er die unbefugte Nutzung nicht zu vertreten hat. (5) Ein Anspruch auf Registrierung oder Freischaltung besteht nicht. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen. (6) Jede natürliche Person darf nur ein Nutzerkonto anlegen.

3. Leistungsbeschreibung

3.1 Onboarding und Profilerstellung (1) Im Rahmen des Onboarding-Prozesses kann der Nutzer persönliche Informationen in Textform eingeben und optional Dokumente (insbesondere PDFs) hochladen. Auf Basis dieser Eingaben erstellt die Plattform mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) ein erstes Bewerbungsprofil. (2) Der Nutzer kann sein Profil mithilfe eines sprachbasierten KI-Agenten (Voice-Agenten) ergänzen und verfeinern. Die Sprachinteraktion wird aufgezeichnet, transkribiert und zur Profilergänzung verarbeitet. Für die Nutzung des Voice-Agents ist eine gesonderte Einwilligung gemäß § 11 dieser AGB erforderlich.

3.2 Lebenslauf-Generierung (CV) (1) Aus den Profildaten generiert die Plattform mittels KI einen Lebenslauf. Der Nutzer kann diesen anpassen, ergänzen und optional weitere Dokumente oder Bilder hochladen. (2) Der generierte Lebenslauf ist lediglich ein KI-gestützter Entwurf. Die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Eignung für den jeweiligen Bewerbungszweck liegen in der alleinigen Verantwortung des Nutzers (vgl. § 9).

3.3 Jobmatching und Stellenrecherche (1) Die Plattform führt auf Basis des Nutzerprofils eine KI-gestützte Stellenrecherche sowie ein automatisiertes Matching mit verfügbaren Stellenangeboten durch. (2) Die Matching-Ergebnisse stellen keine Empfehlung oder Zusicherung des Anbieters hinsichtlich der Eignung des Nutzers für eine bestimmte Stelle dar. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für den Erfolg von Bewerbungen (vgl. § 8).

3.4 Generierung von Bewerbungsunterlagen (1) Für gematchte Stellen generiert die Plattform mittels KI maßgeschneiderte Bewerbungsunterlagen (z.B. Anschreiben, angepasste Lebensläufe). Der Nutzer kann diese prüfen, anpassen und freigeben. (2) Jede generierte, maßgeschneiderte Bewerbung wird auf das monatliche Nutzungskontingent des Nutzers angerechnet (vgl. § 4).

3.5 Verfügbarkeit (1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Vorübergehende Unterbrechungen aufgrund von Wartungsarbeiten, technischen Störungen oder höherer Gewalt sind möglich und begründen keine Schadensersatzansprüche. (2) Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang der Plattform jederzeit zu ändern, zu erweitern oder einzuschränken, sofern dies für den Nutzer zumutbar ist und die wesentlichen Vertragszwecke gewahrt bleiben. Aktualisierungen im Sinne des § 7 des Verbrauchergewährleistungsgesetzes (VGG) werden während der Vertragsdauer bereitgestellt, soweit sie zur Aufrechterhaltung der Vertragsgemäßheit erforderlich sind. Änderungen, die den vertraglich vereinbarten Funktionsumfang wesentlich einschränken, werden dem Nutzer mit angemessener Frist vorab mitgeteilt. In diesem Fall steht dem Nutzer ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

4. Nutzungskontingent, Freemium-Modell und Abonnement

4.1 Freemium-Modell (1) Die Registrierung auf der Plattform ist kostenlos. Bei der Erstregistrierung erhält der Nutzer ein einmaliges, kostenloses Nutzungskontingent, dessen Umfang zum Zeitpunkt der Registrierung auf der Plattform ausgewiesen wird. (2) Das kostenlose Kontingent umfasst eine begrenzte Anzahl maßgeschneiderter Bewerbungen und ermöglicht dem Nutzer, die Kernfunktionen der Plattform kennenzulernen.

4.2 Abonnement (kostenpflichtig) (1) Der Nutzer kann ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Die jeweils verfügbaren Abonnement-Pakete, deren Umfang und Preise sind auf der Plattform zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses einsehbar. (2) Das Abonnement gewährt dem Nutzer ein monatliches Nutzungskontingent, das eine bestimmte Anzahl maßgeschneiderter Bewerbungen pro Abrechnungszeitraum umfasst. Die genaue Anzahl ergibt sich aus dem gewählten Paket. (3) Das monatliche Nutzungskontingent erneuert sich automatisch zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums. Nicht ausgeschöpfte Kontingente eines Abrechnungszeitraums werden nicht in den nächsten Zeitraum übertragen und verfallen ersatzlos. (4) Der Abrechnungszeitraum beträgt einen Monat ab dem Datum des erstmaligen Abschlusses des Abonnements. Die Abrechnung erfolgt jeweils zur Gänze zu Beginn des jeweiligen Abrechnungszeitraums.

4.3 Laufzeit und Kündigung des Abonnements (1) Das Abonnement wird auf unbestimmte Zeit geschlossen mit einer Mindestlaufzeit von einem Monat. Es verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern es nicht rechtzeitig gekündigt wird. (2) Die Kündigung des Abonnements ist jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums möglich. Die Kündigung kann insbesondere über den Kündigungsbutton im Kundenportal der Plattform (bereitgestellt über Stripe), per E-Mail an support@sprad.io oder auf anderem Weg erfolgen, der eine eindeutige Zuordnung zum Nutzerkonto ermöglicht. Der Kündigungsbutton ist nach der Anmeldung auf der Plattform unmittelbar und leicht zugänglich. (3) Bei Kündigung bleibt das Abonnement bis zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums aktiv. Bereits entrichtete Gebühren für den laufenden Abrechnungszeitraum werden nicht erstattet. (4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. (5) Das kostenlose Basis-Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist durch Löschung des Nutzerkontos beendet werden.

5. Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Alle auf der Plattform angegebenen Preise verstehen sich in Euro und inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. (2) Die jeweils gültigen Preise ergeben sich aus der Preisdarstellung auf der Plattform zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Der Anbieter behält sich Preisänderungen für zukünftige Abrechnungszeiträume vor, sofern hierfür ein sachlicher Grund vorliegt. Sachliche Gründe sind insbesondere: Änderungen der Lizenz-, Infrastruktur- oder Drittanbieterkosten (z.B. KI-Dienste, Cloud-Infrastruktur), eine Veränderung des Verbraucherpreisindex oder neue regulatorische Anforderungen, die einen erhöhten Aufwand verursachen. Preisminderungen aufgrund der genannten Kriterien werden ebenfalls weitergegeben. Preisänderungen werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform (z.B. per E-Mail) mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gilt der neue Preis ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Bei Widerspruch endet das Abonnement zum Ende des Abrechnungszeitraums, der dem Inkrafttreten der Preisänderung unmittelbar vorausgeht. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens wird in der Mitteilung ausdrücklich und gesondert hingewiesen. (3) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Limited (Irland). Die Plattform unterstützt insbesondere folgende Zahlungsmethoden: Kredit- und Debitkarten (Visa, Mastercard, American Express), SEPA-Lastschrift sowie weitere lokale Zahlungsmethoden, soweit sie im Bestellvorgang auf der Plattform angeboten werden. Die jeweils verfügbaren Zahlungsmethoden werden dem Nutzer im Checkout-Prozess angezeigt. Der Nutzer stellt sicher, dass ausreichende Deckung besteht und gültige Zahlungsinformationen hinterlegt sind. (3a) Bei Nutzung der SEPA-Lastschrift erteilt der Nutzer im Rahmen des Checkout-Prozesses ein SEPA-Lastschriftmandat zugunsten von Stripe. Der Nutzer kann das Mandat jederzeit gegenüber Stripe widerrufen; dies berührt die Pflicht zur Zahlung der Abonnementgebühren nicht. Bereits eingezogene Beträge können innerhalb von acht Wochen nach der Belastung gemäß den SEPA-Regelungen zurückgebucht werden. (3b) Die Verarbeitung der Zahlungsdaten des Nutzers (insbesondere Kreditkartennummern und Kontodaten) erfolgt ausschließlich durch Stripe. Der Anbieter hat zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf vollständige Zahlungsdaten des Nutzers. Die Datenschutzerklärung von Stripe ist unter stripe.com/privacy abrufbar. (4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zu kostenpflichtigen Funktionen der Plattform zu sperren, bis die offenen Beträge beglichen sind. Das gesetzliche Mahnrecht bleibt unberührt. (5) Der Nutzer erhält für jede Abonnementzahlung eine Rechnung in elektronischer Form (PDF). Die Rechnung weist die jeweils anwendbare Umsatzsteuer des Bestimmungslandes des Nutzers gesondert aus. Rechnungen sind jederzeit im Kundenportal auf der Plattform abrufbar.

6. Vertragsschluss und Bestellvorgang

(1) Die Darstellung der Abonnement-Pakete auf der Plattform stellt kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar. (2) Der Nutzer gibt durch Anklicken des Buttons „zahlungspflichtig abonnieren“ (oder einer gleichwertigen, eindeutigen Formulierung gemäß § 8 Abs. 2 FAGG) ein verbindliches Angebot zum Abschluss des Abonnements ab. Der Nutzer wird hierfür auf eine sichere, von Stripe gehostete Checkout-Seite weitergeleitet, auf der die Zahlungsinformationen eingegeben und die Bestellung abgeschlossen werden. (3) Unmittelbar vor Abgabe der Bestellung werden dem Nutzer auf der Checkout-Seite die wesentlichen Eigenschaften der Leistung, der Gesamtpreis einschließlich der für das Bestimmungsland des Nutzers geltenden Umsatzsteuer, die Vertragslaufzeit sowie die Kündigungsbedingungen nochmals übersichtlich dargestellt. (4) Der Vertrag kommt durch die Bestätigung des Anbieters zustande, die dem Nutzer in Textform (E-Mail) zugeht und alle vorvertraglichen Informationen gemäß § 4 Abs. 1 FAGG auf einem dauerhaften Datenträger enthält.

7. Widerrufsrecht / Widerrufsbelehrung

(1) Sie haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses. (2) Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Sprad Software GmbH, Kaiserstraße 16/7–9, 1070 Wien, E-Mail: support@sprad.io) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. per E-Mail oder über die Plattform) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das bereitgestellte Muster-Widerrufsformular (Anhang 3 dieser AGB) verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. (3) Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden. (4) Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für die Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart. (5) Vorzeitiger Beginn der Dienstleistung: Haben Sie im Bestellvorgang ausdrücklich verlangt, dass die Ausführung des Abonnements vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und haben Sie bestätigt, dass Sie bei Ausübung des Widerrufsrechts einen anteiligen Betrag schulden, so haben Sie uns im Falle des Widerrufs einen angemessenen Betrag zu zahlen. Dieser entspricht dem Anteil der bis zum Zeitpunkt Ihrer Widerrufserklärung bereits erbrachten Leistungen im Verhältnis zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Leistungen (§ 16 Abs. 1 FAGG). Die anteilige Vergütung wird auf Basis der im gewählten Paket enthaltenen Tage berechnet. (6) Vorzeitiger Entfall des Widerrufsrechts bei digitalen Inhalten (§ 18 Abs. 1 Z 11 FAGG): Soweit einzelne Leistungen der Plattform als digitale Inhalte einzustufen sind (z.B. einmalige Kontingent-Erweiterungen außerhalb des Abonnements), entfällt das Widerrufsrecht, wenn der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und der Nutzer seine Kenntnis bestätigt hat, dass er durch diese Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert. Diese Zustimmung und Kenntnisnahme werden im Bestellvorgang mittels einer Checkbox eingeholt und dem Nutzer per E-Mail auf einem dauerhaften Datenträger bestätigt.

8. Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen. (2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen (vgl. § 6 Abs. 1 Z 9 KSchG). (3) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für Schäden aus der Verletzung solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. (4) Der Anbieter übernimmt keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Eignung der von der KI generierten Inhalte (Lebensläufe, Anschreiben, Matching-Ergebnisse, Profilvorschläge). KI-generierte Inhalte können Fehler, Ungenauigkeiten oder Unvollständigkeiten enthalten (sogenannte „Halluzinationen“). Der Nutzer ist verpflichtet, alle KI-generierten Inhalte vor der Verwendung eigenverantwortlich zu prüfen, zu korrigieren und freizugeben. (5) Der Anbieter übernimmt insbesondere keine Haftung und keine Gewähr für:

  • den Erfolg von Bewerbungen oder das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses;
  • die Qualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der im Rahmen des Jobmatchings ermittelten Stellenangebote;
  • Schäden, die dem Nutzer durch die Verwendung ungeprüfter KI-generierter Inhalte entstehen;
  • Schäden, die durch fehlerhafte, unvollständige oder unwahre Angaben des Nutzers verursacht werden;
  • die Verfügbarkeit von Drittanbieter-Diensten (z.B. KI-Dienste, Zahlungsanbieter).

(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften entgegenstehen, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz (PHG). (7) Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Folgeschäden bei leichter Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

9. KI-generierte Inhalte und Transparenz

(1) Die Plattform setzt zur Erbringung ihrer Leistungen künstliche Intelligenz (KI) ein. Die KI-Verarbeitung erfolgt insbesondere durch folgende Drittanbieter:

  • Anthropic (San Francisco, USA) – Profilerstellung, CV-Generierung, Bewerbungsunterlagen, Kontextzusammenfassung;
  • OpenAI (via OpenAI Ireland Ltd) – Deep Research, Jobsuche und Stellenrecherche;
  • ElevenLabs (EU) – sprachbasierte Interaktion (Voice-Agent).

(2) Alle von der Plattform generierten Inhalte werden mithilfe von KI erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder Auslassungen enthalten. KI-generierte Inhalte stellen keine professionelle Beratung dar (insbesondere keine Rechts-, Karriere- oder Finanzberatung). (3) Der Nutzer nimmt zur Kenntnis, dass er im Rahmen der Nutzung der Plattform mit KI-Systemen interagiert. Insbesondere ist der Voice-Agent ein KI-basiertes System und kein menschlicher Gesprächspartner. (4) KI-generierte Dokumente (Lebensläufe, Anschreiben und sonstige Materialien) können als KI-generiert gekennzeichnet werden, einschließlich einer maschinenlesbaren Kennzeichnung gemäß den Anforderungen des EU AI Acts (Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689). (5) Das KI-basierte Jobmatching hat empfehlenden Charakter und stellt keine automatisierte Entscheidung im Sinne von Art. 22 DSGVO dar. Der Nutzer entscheidet eigenständig, ob und auf welche Stellen er sich bewirbt. Atlas Apply gewährt dem Nutzer, unabhängig von der rechtlichen Einordnung, jederzeit das Recht auf menschliche Überprüfung der KI-Ergebnisse, auf Darlegung seines eigenen Standpunkts sowie auf Anfechtung der Ergebnisse. Einzelheiten regeln Anhang 1 und die Datenschutzerklärung.

10. Nutzerpflichten und zulässige Nutzung (Acceptable Use)

(1) Der Nutzer verpflichtet sich, die Plattform ausschließlich zur bestimmungsgemäßen Nutzung (Jobsuche und Bewerbung) zu verwenden. (2) Dem Nutzer ist insbesondere untersagt:

  • die Einreichung betrügerischer, erfundener oder vorsätzlich irreführender Bewerbungen oder Profileinträge;
  • der Massenversand KI-generierter Bewerbungen mit falschen Qualifikationen oder erfundenen Berufserfahrungen;
  • die Nutzung der Plattform unter falscher Identität oder zur Täuschung Dritter;
  • jede Form der diskriminierenden Nutzung;
  • das automatisierte Auslesen, Scrapen oder systematische Extrahieren von Daten der Plattform;
  • Versuche, den Matching-Algorithmus oder andere KI-Funktionen zu manipulieren;
  • die unbefugte Weitergabe von Daten Dritter über die Plattform;
  • jede Nutzung, die gegen geltendes Recht verstößt.

(3) Bei Verstößen gegen die vorstehenden Pflichten ist der Anbieter berechtigt, nach vorheriger Abmahnung (soweit zumutbar) abgestufte Maßnahmen zu ergreifen: Verwarnung, vorübergehende Sperrung des Zugangs, dauerhafte Sperrung und Kündigung des Vertrags aus wichtigem Grund sowie gegebenenfalls zivilrechtliche Schritte. Bei schwerwiegenden Verstößen kann eine Sperrung auch ohne vorherige Abmahnung erfolgen. (4) Der Nutzer stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform durch den Nutzer gegen den Anbieter geltend gemacht werden, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten. Dies gilt nicht, soweit der Nutzer den rechtswidrigen Einsatz nicht zu vertreten hat.

11. Datenschutz und Einwilligungen

(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten des Nutzers erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG) sowie der gesonderten Datenschutzerklärung der Plattform, die unter https://atlas.now/privacy abrufbar ist. (2) Im Rahmen der Plattformnutzung werden personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt, insbesondere an die in § 9 Abs. 1 genannten KI-Dienstleister, den Zahlungsdienstleister sowie den E-Mail-Dienstleister. Art, Umfang, Zweck und Rechtsgrundlagen der jeweiligen Datenverarbeitungen sowie die eingesetzten Transfermechanismen für Übermittlungen in Drittstaaten ergeben sich im Einzelnen aus der Datenschutzerklärung. (3) Für die Nutzung des Voice-Agents wird eine gesonderte, ausdrückliche Einwilligung eingeholt. Diese Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Die Nutzung der übrigen Plattformfunktionen bleibt bei Nichterteilung oder Widerruf unberührt. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung. (4) Vor der erstmaligen Nutzung von KI-Funktionen wird der Nutzer über die KI-gestützte Datenverarbeitung informiert und um eine Bestätigung der Kenntnisnahme gebeten. (5) Für nicht-essenzielle Cookies und Browser-Telemetrie wird eine gesonderte Einwilligung eingeholt. Näheres regelt die Cookie-Richtlinie.

12. Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte

(1) Alle Rechte an der Plattform, ihrer Software, ihrem Design, ihren Marken und ihren Inhalten (soweit nicht vom Nutzer eingebracht) verbleiben beim Anbieter oder seinen Lizenzgebern. (2) Der Nutzer erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung der Plattform. (3) An den mithilfe der Plattform generierten Bewerbungsunterlagen (Lebensläufe, Anschreiben etc.) räumt der Anbieter dem Nutzer ein unwiderrufliches, nicht exklusives, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht ein. Der Nutzer darf diese Unterlagen frei verwenden, bearbeiten und an Dritte (insbesondere an potenzielle Arbeitgeber) weitergeben. (4) Die vom Nutzer eingebrachten Inhalte (Texte, Dokumente, Sprachaufnahmen) verbleiben im Eigentum des Nutzers. Der Nutzer räumt dem Anbieter für die Vertragsdauer ein einfaches Nutzungsrecht ein, soweit dies zur Leistungserbringung erforderlich ist. (5) Der Anbieter ist berechtigt, anonymisierte und aggregierte Daten (die keinen Rückschluss auf einzelne Nutzer zulassen) zur Verbesserung der Plattform und für statistische Auswertungen zu verwenden.

13. Gewährleistung

(1) Für das Abonnement als fortlaufend erbrachte digitale Dienstleistung gelten die Bestimmungen des Verbrauchergewährleistungsgesetzes (VGG). Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform während der gesamten Vertragsdauer den vertraglich vereinbarten Anforderungen entspricht. (2) Soweit die Plattform während der Vertragsdauer als fortlaufend erbrachte digitale Dienstleistung erbracht wird, trägt die Beweislast für die Vertragsgemäßheit der Anbieter (gemäß § 19 Abs. 2 VGG). (3) Erforderliche Aktualisierungen im Sinne des § 7 VGG werden vom Anbieter während der Vertragsdauer bereitgestellt. (4) Abweichend von den vorstehenden Absätzen gelten für KI-generierte Inhalte die Einschränkungen in § 8 Abs. 4 und § 9 Abs. 2.

14. Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies sachlich gerechtfertigt ist (z.B. bei Änderungen der Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung, technischen Weiterentwicklungen oder funktionellen Erweiterungen der Plattform) und der Nutzer dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. (2) Änderungen werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform (z.B. per E-Mail) mitgeteilt. Die Mitteilung enthält den vollständigen Wortlaut der neuen AGB, den Inkrafttretenszeitpunkt sowie einen Hinweis auf das Widerspruchsrecht des Nutzers. (3) Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Widerspricht der Nutzer, hat der Anbieter das Recht, das Vertragsverhältnis mit Ablauf des Monats, in dem der Widerspruch zugegangen ist, ordentlich zu kündigen. Auf die Widerspruchsfrist, die Folgen des Schweigens und das Kündigungsrecht wird in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hingewiesen.

15. Beendigung und Datenlöschung

(1) Das Vertragsverhältnis kann vom Nutzer jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gekündigt werden. Für die Kündigung des kostenpflichtigen Abonnements gilt § 4.3. (2) Nach Beendigung des Vertrags kann der Nutzer innerhalb einer Frist von 30 Tagen den Export seiner gespeicherten Daten und Dokumente beantragen. Nach Ablauf dieser Frist werden die personenbezogenen Daten des Nutzers gelöscht, sofern gesetzliche Aufbewahrungspflichten nicht entgegenstehen. (3) Gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere § 212 UGB: 7 Jahre für buchhalterisch relevante Unterlagen) und berechtigte Aufbewahrungsinteressen (z.B. Nachweispflichten für erteilte Einwilligungen) bleiben von der Löschung unberührt. (4) Der Anbieter ist berechtigt, Nutzerkonten, die länger als 24 Monate inaktiv sind, nach vorheriger E-Mail-Benachrichtigung (mit einer Reaktionsfrist von 30 Tagen) zu löschen.

16. Streitbeilegung

(1) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, es sei denn, eine solche Verpflichtung ergibt sich aus anwendbarem Recht. (2) Unsere E-Mail-Adresse lautet: support@sprad.io

17. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) sowie der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. (2) Die Rechtswahl berührt nicht den Schutz zwingender Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Nutzer seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO). (3) Für Klagen des Anbieters gegen den Nutzer ist das sachlich zuständige Gericht am Wohnsitz oder am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Nutzers zuständig. Für Klagen des Nutzers gegen den Anbieter stehen dem Nutzer der allgemeine Gerichtsstand des Anbieters in Wien sowie das Gericht seines Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts zur Wahl (gemäß Art. 17–19 Brüssel-Ia-VO und § 14 KSchG).

18. Schlussbestimmungen

(1) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. Die unwirksame oder undurchführbare Bestimmung ist durch eine wirksame und durchführbare Regelung zu ersetzen, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung möglichst nahekommen. Gleiches gilt für etwaige Lücken dieser AGB. (2) Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform, soweit nicht zwingendes Recht eine andere Form vorschreibt. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses. (3) Die Kommunikationssprache ist Deutsch. Soweit die AGB auch in anderen Sprachen bereitgestellt werden, ist im Zweifel die deutschsprachige Fassung maßgeblich.

Anhang 1: KI-Nutzungsbedingungen und KI-Verarbeitungshinweis

Dieser Anhang ist ein integraler Bestandteil der AGB von Atlas Apply und regelt die Nutzung der künstlichen Intelligenz auf der Plattform. Er erfüllt die Transparenzpflichten gemäß EU AI Act (VO 2024/1689) Art. 50 und Art. 22 DSGVO.

A1.1. Einsatz künstlicher Intelligenz auf der Plattform

(1) Atlas Apply setzt künstliche Intelligenz (KI) in verschiedenen Bereichen der Plattform ein. KI-Systeme kommen insbesondere zum Einsatz bei:

  • Profilerstellung: Analyse von Nutzereingaben (Text, hochgeladene Dokumente, Sprachinteraktionen) zur automatisierten Erstellung und Ergänzung des Bewerberprofils.
  • Lebenslauf- und Bewerbungsgenerierung: Automatisierte Erstellung von Lebensläufen, Anschreiben und weiteren Bewerbungsunterlagen auf Basis des Nutzerprofils.
  • Sprachbasierte Interaktion (Voice-KI): Interaktive Sprachsitzungen zur Erfassung und Vertiefung von Profilinformationen mittels synthetischer Stimme.
  • Jobmatching und Stellenrecherche: KI-gestützte Suche und Bewertung passender Stellenangebote auf Basis des Nutzerprofils und der angegebenen Präferenzen.
  • Dynamische Formularantworten: KI-gestützte Unterstützung beim Ausfüllen von Bewerbungsformularen.

(2) Der Nutzer wird hiermit gemäß Art. 50 Abs. 1 EU AI Act ausdrücklich darüber informiert, dass er bei der Nutzung der Plattform mit KI-Systemen interagiert. Insbesondere die Voice-Sessions und die automatisierte Generierung von Bewerbungsunterlagen erfolgen mithilfe von KI.

A1.2. Eingesetzte KI-Anbieter und Datenübermittlung

(1) Für die KI-gestützten Funktionen setzt Atlas Apply die folgenden Drittanbieter ein:

  • Anthropic, PBC (San Francisco, USA): Verarbeitung von Profildaten, Karriereinformationen und Lebenslauftexten für die Profilerstellung, Kontextzusammenfassung, Profil-Merging, CV-Generierung sowie die Erstellung von Bewerbungsunterlagen.
  • OpenAI, Inc. / OpenAI Ireland Ltd (USA/EU): Verarbeitung von Karrieredaten und Präferenzen zur KI-gestützten Jobrecherche und Stellensuche (Deep Research).
  • ElevenLabs, Inc. (EU): Verarbeitung von Sprach- und Session-Metadaten für die interaktive Voice-KI-Funktion. Näheres regelt die separate Einwilligung zur Verarbeitung von Sprachdaten.

(2) Die Übermittlung personenbezogener Daten an die genannten US-Anbieter erfolgt auf Grundlage des EU-US Data Privacy Frameworks (DPF) in Verbindung mit Standardvertragsklauseln (SCCs) als Rücksicherung. Details zur Datenübermittlung finden sich in der Datenschutzerklärung. (3) Atlas Apply nutzt die genannten KI-Dienste ausschließlich über geschäftliche API-Zugänge mit entsprechenden Auftragsverarbeitungsverträgen (AVV). Die eingesetzten Verträge stellen sicher, dass Nutzerdaten nicht für das Training von KI-Modellen von Drittanbietern verwendet werden.

A1.3. Qualitätssicherung und Monitoring (Observability)

(1) Zur Qualitätssicherung, Fehlerbehebung und kontinuierlichen Verbesserung der KI-Funktionen setzt Atlas Apply ein Observability-System (Langfuse GmbH, EU) ein. In diesem System können KI-Prompts, KI-Antworten sowie zugehörige Metadaten protokolliert werden. (2) Die Protokollierung dient ausschließlich der technischen Überwachung und Qualitätsverbesserung der KI-Prozesse sowie der Erfüllung regulatorischer Anforderungen (insbesondere Art. 12, 19 und 72 des EU AI Acts). (3) Die Verarbeitung erfolgt auf Servern innerhalb der Europäischen Union. Es findet keine Datenübermittlung in Drittstaaten statt.

A1.4. Eigenschaften KI-generierter Inhalte

(1) KI-generierte Inhalte (Lebensläufe, Anschreiben, Profilzusammenfassungen, Jobmatching-Ergebnisse) werden auf Basis der vom Nutzer bereitgestellten Informationen erstellt. Die KI kann trotz sorgfältiger Entwicklung fehlerhafte, unvollständige, veraltete oder unangemessene Inhalte erzeugen (sog. „Halluzinationen“). (2) KI-generierte Inhalte auf der Plattform können gemäß Art. 50 Abs. 2 EU AI Act in maschinenlesbarer Form als KI-generiert gekennzeichnet werden. Der Nutzer wird darüber informiert, dass Empfänger der Bewerbungsunterlagen (z. B. potenzielle Arbeitgeber) diese Kennzeichnung möglicherweise auslesen können. (3) Die von der Voice-KI erzeugten Sprachausgaben sind synthetischer Natur und werden nicht von einer natürlichen Person gesprochen. Der Nutzer wird hiermit gemäß Art. 50 Abs. 4 EU AI Act darüber informiert, dass es sich um künstlich erzeugte Audioinhalte handelt.

A1.5. Automatisierte Entscheidungsfindung und Profiling

(1) Das Jobmatching der Plattform stellt ein Profiling im Sinne von Art. 4 Nr. 4 DSGVO dar. Dabei werden Nutzerprofile automatisch mit Stellenangeboten abgeglichen, um eine Auswahl passender Stellen vorzuschlagen. (2) Die Matching-Ergebnisse haben empfehlenden Charakter und stellen keine automatisierte Entscheidung im Sinne von Art. 22 DSGVO dar, die unmittelbare rechtliche Wirkung entfaltet. Der Nutzer entscheidet selbst, ob und auf welche Stellen er sich bewirbt. (3) Der Nutzer hat jederzeit das Recht auf menschliche Überprüfung der KI-Ergebnisse, auf Darlegung seines eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Ergebnisse. Entsprechende Anfragen können über support@sprad.io gestellt werden. (4) Die KI-Systeme treffen keine abschließenden Entscheidungen über die Eignung des Nutzers für bestimmte Stellen. Atlas Apply garantiert nicht, dass die vorgeschlagenen Stellen den tatsächlichen Qualifikationen des Nutzers entsprechen.

A1.6. Nutzerverantwortung und Prüfpflicht

(1) Der Nutzer ist verpflichtet, alle KI-generierten Inhalte vor der Verwendung (insbesondere vor dem Versand an Dritte) sorgfältig auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit zu überprüfen. Atlas Apply übernimmt keine Haftung für Schäden, die aus der ungeprüften Übernahme KI-generierter Inhalte entstehen (vgl. § 8 der AGB). (2) Durch die Freigabe und den Versand von Bewerbungsunterlagen bestätigt der Nutzer, dass er den Inhalt überprüft hat und für dessen Richtigkeit einsteht. Atlas Apply weist ausdrücklich darauf hin, dass die Einreichung unrichtiger Bewerbungsunterlagen arbeits- und zivilrechtliche Konsequenzen haben kann. (3) Atlas Apply garantiert keinen Bewerbungserfolg. Die Plattform unterstützt den Nutzer bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen; die Entscheidung über eine Einladung oder Einstellung liegt ausschließlich bei den jeweiligen Arbeitgebern.

A1.7. Geistiges Eigentum an KI-generierten Inhalten

(1) Die vom Nutzer eingegebenen Inhalte (Profildaten, hochgeladene Dokumente, Sprachaufnahmen) verbleiben im Eigentum des Nutzers. Für die Nutzungsrechte des Anbieters gilt § 12 Abs. 4 der AGB. (2) Für die Nutzungsrechte an KI-generierten Inhalten (Lebensläufe, Anschreiben, Zusammenfassungen) gilt § 12 Abs. 3 der AGB. (3) Der Nutzer nimmt zur Kenntnis, dass KI-generierte Inhalte möglicherweise keinem urheberrechtlichen Schutz unterliegen und Ähnlichkeiten mit Inhalten anderer Nutzer aufweisen können.

Anhang 2: Acceptable Use Policy (Richtlinie zur zulässigen Nutzung)

Dieser Anhang ist ein integraler Bestandteil der AGB von Atlas Apply und regelt die zulässige Nutzung der Plattform. Er dient dem Schutz aller Nutzer, der Integrität der Plattform sowie der Erfüllung regulatorischer Anforderungen (insbesondere EU AI Act Art. 9, DSA Art. 14).

A2.1. Grundsätze der zulässigen Nutzung

(1) Der Nutzer verpflichtet sich, die Plattform ausschließlich für die bestimmungsgemäße Nutzung zu verwenden, nämlich die Erstellung und Verwaltung eigener, wahrheitsgemäßer Bewerbungsunterlagen sowie die Suche nach passenden Stellenangeboten. (2) Der Nutzer verpflichtet sich zur Einhaltung aller anwendbaren gesetzlichen Vorschriften bei der Nutzung der Plattform.

A2.2. Verbotene Nutzungen

(1) Folgende Handlungen sind auf der Plattform strengstens untersagt:

  • Betrügerische Bewerbungen: Einreichung von Bewerbungsunterlagen, die vorsätzlich falsche, erfundene oder wesentlich irreführende Angaben zu Qualifikationen, Berufserfahrung oder Bildungsabschlüssen enthalten.
  • Identitätstäuschung: Erstellung von Profilen oder Bewerbungen unter fremder oder erfundener Identität sowie Nutzung der Plattform im Namen Dritter ohne deren ausdrückliche Einwilligung.
  • Mehrfachregistrierung: Erstellung oder Nutzung mehrerer Nutzerkonten durch dieselbe natürliche Person, insbesondere zur mehrfachen Inanspruchnahme des kostenlosen Nutzungskontingents. Pro natürliche Person ist nur ein Nutzerkonto zulässig.
  • Massenversand: Automatisierter oder massenhafter Versand von Bewerbungen, insbesondere mithilfe von Skripten, Bots oder sonstigen technischen Hilfsmitteln außerhalb der Plattformfunktionen.
  • Algorithmische Manipulation: Versuche, den Matching-Algorithmus durch gezielte Falscheinreichungen, künstliche Profilverdopplung oder sonstige Manipulationen zu beeinflussen.
  • Diskriminierende Nutzung: Nutzung der Plattform in einer Weise, die Personen aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, sexueller Orientierung oder anderen geschützten Merkmalen diskriminiert.
  • Scraping und Datenextraktion: Automatisierte Datenextraktion, Scraping oder das systematische Herunterladen von Plattforminhalten, Stellenangeboten oder Nutzerdaten.
  • Weitergabe von Drittdaten: Unbefugtes Hochladen oder Eingeben personenbezogener Daten Dritter ohne Einwilligung der betroffenen Person.
  • Rechtsverletzende Inhalte: Hochladen oder Eingeben von Inhalten, die gegen geltendes Recht verstoßen oder die Rechte Dritter verletzen.
  • Sicherheitsverstöße: Versuche, die technische Infrastruktur der Plattform zu kompromittieren, Sicherheitsmechanismen zu umgehen oder auf fremde Nutzerkonten zuzugreifen.

A2.3. Maßnahmen bei Verstößen

(1) Bei Verstößen gegen diese Acceptable Use Policy behält sich Atlas Apply das Recht vor, abgestufte Maßnahmen zu ergreifen:

  • Verwarnung: Schriftliche Benachrichtigung über den Verstoß mit Aufforderung zur Unterlassung.
  • Temporäre Einschränkung: Vorübergehende Sperrung einzelner Funktionen oder des gesamten Nutzerkontos.
  • Kontokündigung: Fristlose Kündigung des Vertrags sowie dauerhafte Sperrung des Nutzerkontos bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen.
  • Rechtliche Schritte: Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen und/oder Erstattung der Strafanzeige.

(2) Die Wahl der Maßnahme steht im pflichtgemäßen Ermessen von Atlas Apply unter Berücksichtigung der Schwere des Verstoßes, des Verschuldens und einer etwaigen Wiederholung. (3) Bei einer fristlosen Kündigung aufgrund eines Verstoßes gegen diese Acceptable Use Policy besteht kein Anspruch auf anteilige Rückerstattung bereits gezahlter Abonnementbeträge für den laufenden Abrechnungszeitraum. (4) Die Freistellungsklausel gemäß § 10 Abs. 4 der AGB gilt ergänzend für alle Verstöße gegen diese Acceptable Use Policy.

A2.4. Meldung von Verstößen

(1) Nutzer können vermutete Verstöße gegen diese Acceptable Use Policy per E-Mail an support@sprad.io oder über den Meldemechanismus auf der Plattform anzeigen. (2) Atlas Apply prüft eingehende Meldungen und ergreift bei bestätigten Verstößen angemessene Maßnahmen gemäß A2.3.

Anhang 3: Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es an uns.)

An: Sprad Software GmbH

Kaiserstraße 16 / 7-9

1070 Wien, Österreich

E-Mail: support@sprad.io

Hiermit widerrufe(n) ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung

Bestellt am: ____________________________________________

Name des/der Verbraucher(s): ____________________________________________

Anschrift des/der Verbraucher(s): ____________________________________________

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):

____________________________________________

Datum und Ort: ____________________________________________