Psychiatrische Pflege: was du wissen solltest
Psychiatrische Pflege begleitet Menschen mit akuten oder chronischen psychischen Erkrankungen, auf geschlossenen und offenen Stationen sowie in tagesklinischen Angeboten.
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Fachliche Anforderungen
Deeskalation, Gesprächsführung und der Umgang mit Krisensituationen sind zentrale Kompetenzen, viele Träger bieten dafür eigene Schulungen an. Die Arbeit findet häufig im multiprofessionellen Team mit Ärztinnen, Ärzten, Psychotherapie und Sozialarbeit statt. Wechseldienst ist Standard, geschlossene Akutstationen haben oft einen höheren Personalschlüssel als offene Bereiche.
Der Wechsel aus der somatischen Pflege in die Psychiatrie bedeutet eine andere Art der Beziehungsarbeit, mit stärkerem Fokus auf Gesprächsführung als auf körperliche Pflegetechnik.
Aktuelle Lage am Stellenmarkt
Auf Atlas sind gerade 4 offene Stellen im Bereich Psychiatrische Pflege für Pflegekräfte gelistet, ausgeschrieben von 2 Arbeitgebern.
Die meisten Angebote gibt es derzeit in Wien.
Arbeitgeber mit offenen Stellen
Vitos gGmbH3 Stellen
VITREA1 Stelle
Nach Stadt
Was macht man in der Pflege
Pflegefachkräfte übernehmen die direkte pflegerische Versorgung, von der Grundpflege über Medikamentengabe und Wundversorgung bis zur Koordination mit Ärztinnen, Ärzten und Therapieberufen. Je nach Qualifikationsstufe kommen Aufgaben in Anleitung, Dokumentation, Qualitätssicherung oder Stationsorganisation dazu.
Die Pflegeassistenz übernimmt einen Teil der Grundpflege und unterstützt die Pflegefachkraft, die Pflegefachassistenz zusätzlich ausgewählte medizinische Tätigkeiten unter Aufsicht oder Anordnung.
Ausbildung und Qualifikationsstufen
In Deutschland führt seit der Reform der Pflegeausbildung ein generalistischer Abschluss zur Berufsbezeichnung Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann, der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammenführt. In Österreich gliedert das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz die Pflege in Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege, kurz DGKP.
Für Führungspositionen wie Stations- oder Pflegedienstleitung sind in beiden Ländern zusätzliche Weiterbildungen im Pflegemanagement erforderlich.
Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Ausländische Pflegeabschlüsse werden nach Prüfung der Ausbildungsinhalte anerkannt, bei wesentlichen Unterschieden über eine Anpassungsmaßnahme oder Kenntnisprüfung. In Österreich läuft das Verfahren über die Landesregierung beziehungsweise Gesundheit Österreich, in Deutschland über die zuständige Behörde des jeweiligen Bundeslandes. Fachsprachliche Deutschkenntnisse sind Voraussetzung.
Arbeitgeber und Dienstmodelle
Krankenhäuser mit Akutstationen und Intensivbereichen arbeiten im Drei-Schicht-System mit Nachtdiensten, Pflegeheime meist ähnlich mit etwas geringerer Nachtdienstdichte. Mobile Pflegedienste organisieren Touren tagsüber und am frühen Abend, Nachtdienste sind hier seltener. Praxen und Ambulatorien bieten planbare Arbeitszeiten ohne Nachtdienst.
Wer den Wechseldienst reduzieren will, findet in mobiler Pflege, Praxis oder ambulanter Reha eher passende Stellen als auf der Akutstation.
Gehalt und Zulagen
Die Grundvergütung richtet sich in Deutschland meist nach TVöD, TV-L oder den AVR kirchlicher Träger, in Österreich nach Kollektivvertrag oder Landes-Gehaltsschema. Zulagen für Nachtdienst, Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie Erschwernisse bei Pflegetätigkeiten mit besonderer Belastung machen einen wesentlichen Teil des Einkommens aus.
Jobwechsel und wie Atlas hilft
Ein Wechsel zwischen Krankenhaus, Heim und mobiler Pflege verändert oft mehr als nur den Arbeitsort, auch Teamgröße, Personalschlüssel und Verantwortung unterscheiden sich deutlich. Atlas listet aktuelle Pflegestellen nach Fachrichtung, Träger und Dienstmodell und hilft beim Vergleich, bevor man sich bewirbt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und DGKP?
Die Pflegeassistenz übernimmt Grundpflege und unterstützende Tätigkeiten, die Pflegefachassistenz zusätzlich ausgewählte medizinische Tätigkeiten unter Anordnung, der gehobene Dienst (DGKP) trägt die fachliche Verantwortung für den gesamten Pflegeprozess.
Kann ich als Altenpflegerin in Deutschland auch im Krankenhaus arbeiten?
Ja, seit der generalistischen Pflegeausbildung gilt die Berufsbezeichnung Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann einheitlich für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege, der Wechsel zwischen den Bereichen ist möglich.
Wie lange dauert die Anerkennung eines ausländischen Pflegeabschlusses?
Das hängt vom Herkunftsland, den Ausbildungsinhalten und der zuständigen Behörde ab. EU-Abschlüsse werden meist schneller anerkannt als Abschlüsse aus Drittstaaten, bei denen häufiger eine Anpassungsmaßnahme nötig ist.
Gibt es in der Pflege Stellen ganz ohne Nachtdienst?
Ja, vor allem in Praxen, Ambulatorien, Reha-Einrichtungen mit Tagesbetrieb und teilweise in der mobilen Pflege. Auf Akutstationen und in Pflegeheimen gehört Nachtdienst dagegen meist zum Modell.
Zählen Vordienstzeiten aus dem Ausland bei der Gehaltseinstufung?
In der Regel ja, wenn sie nachgewiesen und als einschlägig anerkannt werden. Der Umfang der Anrechnung unterscheidet sich je nach Träger und Kollektiv- beziehungsweise Tarifvertrag.
Fazit
Pflege ist ein Beruf mit vielen Settings und Entwicklungsmöglichkeiten, vom Wechsel der Fachrichtung bis zur Führungsposition. Atlas hilft, aktuelle Angebote nach den eigenen Prioritäten zu vergleichen.
Lass Atlas für dich suchen.
Sag in einem Satz, was du suchst. Atlas prüft Gehalt, Weg und Bedingungen und meldet sich mit passenden Stellen.