Handwerksjobs: Elektro, SHK, Bau, Ausbau, Kfz & Metall
Handwerksberufe sind das Rückgrat von Bau, Sanierung und Industrie in Österreich und Deutschland: ohne sie kein Neubau, keine Wärmepumpe, kein repariertes Auto. Dieser Ratgeber zeigt dir, was die fünf großen Bereiche Elektro, SHK, Bau, Ausbau sowie Kfz und Metall verbindet, welche Ausbildung und Anerkennung zählen und worauf du bei einem Jobwechsel achten solltest.
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Was diese Berufe verbindet
Elektriker:innen verlegen Leitungen und montieren Photovoltaikanlagen, SHK-Fachkräfte installieren und warten Heizung, Sanitär und Klima, am Bau entstehen Rohbau, Tiefbau und Dach, im Ausbau kommen Maler:innen, Fliesenleger:innen, Trockenbauer:innen und Tischler:innen zum Einsatz, und in Kfz- und Metallberufen werden Fahrzeuge und Maschinen gewartet, geschweißt und gefertigt. Auf den ersten Blick sind das sehr unterschiedliche Tätigkeiten.
Gemeinsam ist trotzdem allen fünf Bereichen eine fundierte Lehre, viel praktische Werkstatt- oder Baustellenarbeit und ein Arbeitsalltag, der zwischen Werkstatt, Baustelle und Kundentermin wechselt. Wer aus einem dieser Bereiche kommt, findet auf dieser Seite offene Stellen aus allen fünf Sparten und kann gezielt nach Qualifikation, Standort und Extras filtern.
Ausbildung, Lehrabschluss und Meister
In Österreich beginnt der Weg meist mit einer Lehre, drei bis vier Jahre je nach Beruf, die mit der Lehrabschlussprüfung endet. In Deutschland läuft die duale Ausbildung über die Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer und schließt mit der Gesellenprüfung beziehungsweise Abschlussprüfung ab. Beide Wege kombinieren Berufsschule mit praktischer Arbeit im Betrieb.
Wer eine Führungsposition, mehr Verantwortung oder die Selbstständigkeit anstrebt, legt die Meisterprüfung ab. In Deutschland ist der Meisterbrief in einigen zulassungspflichtigen Handwerken weiterhin Voraussetzung für die Eintragung in die Handwerksrolle und damit für die eigene Betriebsgründung. Ausländische Berufsabschlüsse lassen sich anerkennen: in Österreich prüft die Wirtschaftskammer über die Lehrlings- und Berufsausbildungsstelle die Gleichwertigkeit, in Deutschland die zuständige Handwerkskammer im Anerkennungsverfahren nach dem Anerkennungsgesetz. Ohne formale Anerkennung ist ein Einstieg als Hilfskraft oder Helfer:in trotzdem oft möglich.
Typische Arbeitgeber
Die klassischen Arbeitgeber sind Handwerksbetriebe und Installationsfirmen, dazu Bauunternehmen, Fassaden- und Ausbaubetriebe, Kfz-Werkstätten und Autohäuser sowie Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung. Dazu kommen Energieversorger, Facility-Management-Firmen, Gebäudetechnik-Dienstleister und öffentliche Betriebe wie Stadtwerke, Gemeinden oder Straßenbauämter.
Größe und Struktur unterscheiden sich stark: vom Ein-Mann-Meisterbetrieb bis zum bundesweiten Konzern mit eigener Lehrwerkstatt. Größere Betriebe bieten oft strukturierte Weiterbildung und klare Aufstiegswege bis zur Bauleitung oder Werkstattleitung, kleinere Betriebe mehr Abwechslung, direkteren Kundenkontakt und kürzere Wege zur Chefin oder zum Chef.
Arbeitszeit, Montage und saisonale Arbeit
Viele Stellen sind reine Tagesarbeit mit festen Kernzeiten und täglicher Heimkehr, andere beinhalten Montageeinsätze mit Übernachtung, etwa im Anlagenbau, bei überregionalen Bauprojekten oder im Gerüstbau. Wer das nicht will, kann in der Stellenübersicht gezielt nach Angeboten ohne Montage oder mit täglicher Heimkehr filtern.
In der Industrie und im Kundendienst kommt teils Schicht- oder Rufbereitschaftsdienst dazu, etwa für den Störungsdienst an Heizungsanlagen oder Produktionsmaschinen. Am Bau ist die Arbeit zusätzlich saisonal geprägt: Die Wintermonate verlaufen je nach Witterung und Auftragslage ruhiger, während der Ausbau davon meist weniger betroffen ist, weil viele Arbeiten in Innenräumen stattfinden.
Gehalt, Kollektivvertrag und Tarifvertrag
Die Bezahlung im Handwerk richtet sich in Österreich meist nach einem Kollektivvertrag der jeweiligen Branche, etwa der Elektro- und Elektronikindustrie, des Bau- oder Installationsgewerbes oder der Metallindustrie. In Deutschland gelten die Tarifverträge, die Gewerkschaften wie die IG Metall oder die IG BAU mit den Arbeitgeberverbänden und Innungen aushandeln.
Beide Systeme legen Mindestlöhne je Lohn- oder Beschäftigungsgruppe fest, dazu kommen häufig Zulagen für Montage, Erschwernis, Schichtarbeit oder Rufbereitschaft. Viele Betriebe zahlen zusätzlich über Tarif, etwa durch freiwillige Prämien oder einen Firmenwagen zur privaten Nutzung. In der Stellenanzeige lohnt sich deshalb ein Blick darauf, ob ein Tarif oder Kollektivvertrag angewendet wird und welche Zulagen konkret genannt sind. Konkrete Zahlen erfindet dieser Ratgeber bewusst nicht, weil sie sich je nach Region, Erfahrung und Betrieb stark unterscheiden.
Worauf du bei Stellenangeboten achten solltest
Neben dem Grundgehalt lohnt sich ein Blick auf Werkzeug- und Fahrzeugausstattung, Arbeitskleidung, Weiterbildungsangebote, etwa für neue Anlagentechnik, Schweißverfahren oder Photovoltaik, und darauf, wie Montage- und Rufbereitschaftszeiten geregelt und vergütet sind.
Auch das Team und die Auftragslage zählen: Ein Betrieb mit vollen Auftragsbüchern und modernem Fuhrpark oder Maschinenpark bietet meist mehr Planungssicherheit als einer, der von Auftrag zu Auftrag lebt. Wenn dir bestimmte Extras wichtig sind, etwa Firmenwagen, eine 4-Tage-Woche oder Montage ohne Übernachtung, kannst du danach gezielt filtern.
Wechsel und Bewerbung
Der Bewerbungsprozess im Handwerk ist meist unkompliziert: Lebenslauf, Nachweis über Lehrabschluss oder Gesellenbrief, oft ein persönliches Gespräch oder ein kurzer Probetag im Betrieb. Ein Führerschein ist für viele Montagestellen Voraussetzung, ebenso je nach Beruf bestimmte Nachweise wie Schweißerprüfungen oder ein Sachkundenachweis für den Umgang mit Kältemitteln.
Wer aus dem Ausland kommt, sollte die Anerkennung des Berufsabschlusses frühzeitig anstoßen, kann aber häufig schon während des laufenden Verfahrens als Hilfskraft oder Monteur:in einsteigen. Ein Wechsel lohnt sich besonders dann, wenn der aktuelle Betrieb wenig in Werkzeug, Weiterbildung oder planbare Arbeitszeiten investiert.
Wie Atlas dabei hilft
Atlas zeigt aktuelle Stellen aus Elektro, SHK, Bau, Ausbau sowie Kfz und Metall an einem Ort und lässt sich nach Qualifikation, Standort und Extras wie Firmenwagen, 4-Tage-Woche oder Montage ohne Übernachtung filtern.
Wer sich über Atlas bewirbt, bekommt automatisch Rückmeldung zum Stand der Bewerbung, ohne bei jedem Betrieb einzeln nachfragen zu müssen.
Häufige Fragen
Brauche ich für jeden Handwerksberuf eine abgeschlossene Lehre?
Für die Facharbeit ja. Für einfachere Tätigkeiten, etwa als Hilfskraft im Trockenbau oder Bauarbeiter:in im Tiefbau, reicht oft eine Anstellung ohne Lehrabschluss, aus der sich später eine Lehre entwickeln kann.
Wie läuft die Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses?
In Österreich prüft die Wirtschaftskammer über die Lehrlings- und Berufsausbildungsstelle die Gleichwertigkeit, in Deutschland die zuständige Handwerkskammer nach dem Anerkennungsgesetz. Je nach Abschluss kann eine Anpassungsqualifizierung oder Kenntnisprüfung nötig sein.
Muss ich im Handwerk immer auf Montage?
Nein. Viele Stellen, gerade im Kundendienst, im Ausbau oder in der lokalen Gebäudetechnik, sind reine Tagesarbeit mit täglicher Heimkehr. Montage mit Übernachtung betrifft eher überregionale Projekte im Anlagen- oder Baustellenbereich.
Was ist der Unterschied zwischen Kollektivvertrag und Tarifvertrag?
Der Kollektivvertrag ist die österreichische Entsprechung des deutschen Tarifvertrags: eine zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband ausgehandelte Vereinbarung über Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen einer Branche.
Brauche ich einen Meisterbrief, um angestellt zu arbeiten?
Nein. Für die angestellte Tätigkeit reichen Lehrabschluss beziehungsweise Gesellenbrief. Der Meisterbrief wird erst wichtig, wenn du selbst einen Betrieb führen oder in Deutschland eine Firma in die Handwerksrolle eintragen lassen willst.
Was verdient man im Handwerk?
Konkrete Zahlen erfindet dieser Ratgeber nicht, weil sie sich je nach Region, Kollektiv- oder Tarifvertrag, Erfahrung und Betrieb stark unterscheiden. Achte in der Stellenanzeige darauf, ob ein Tarif oder Kollektivvertrag genannt wird und welche Zulagen dazukommen.
Fazit
Handwerksberufe bleiben gefragt, solange gebaut, saniert, gewartet und auf erneuerbare Energie umgestellt wird. Mit Lehrabschluss oder Gesellenbrief und etwas Offenheit für Montage oder Schichtarbeit stehen dir Betriebe von der kleinen Meisterwerkstatt bis zum Industriekonzern offen. Auf Atlas findest du aktuelle Stellen aus allen fünf Bereichen und kannst gezielt nach dem passenden Arbeitgeber filtern.
Lass Atlas für dich suchen.
Sag in einem Satz, was du suchst. Atlas prüft Gehalt, Weg und Bedingungen und meldet sich mit passenden Stellen.
