Kälte- & Klimatechnik: was du wissen solltest
Kälte- und Klimatechniker:innen halten Kühlanlagen, Klimaanlagen und Lüftungssysteme in Gewerbe und Industrie am Laufen.
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Kälte- und Klimatechnik im Betrieb
Typische Einsätze reichen von Supermarkt-Kühlanlagen über Serverraum-Klimatisierung bis zu industriellen Kälteanlagen. Der Umgang mit Kältemitteln erfordert einen eigenen Sachkundenachweis, den viele Betriebe berufsbegleitend ermöglichen.
Weil Kälteanlagen in Supermärkten und Rechenzentren rund um die Uhr laufen müssen, ist Rufbereitschaft in diesem Bereich verbreiteter als in anderen SHK-Sparten. Dafür ist die Nachfrage nach Fachkräften mit Kälteschein besonders hoch. Erfahrene Kältetechniker:innen finden zudem Einstiegsmöglichkeiten in der Industrie, etwa bei Kühlhäusern oder in der Lebensmittelproduktion.
Aktuelle Lage am Stellenmarkt
Auf Atlas sind gerade 4 offene Stellen im Bereich Kälte- & Klimatechnik für SHK-Fachkräfte gelistet, ausgeschrieben von 4 Arbeitgebern.
Die meisten Angebote gibt es derzeit in Hamburg und München.
Arbeitgeber mit offenen Stellen
Artemed SE1 Stelle
ASC Personalberatung & Direktvermittlung1 Stelle
Fierro Hiring Solutions Andrea Fierro1 Stelle
Ressmann bad&heizung GmbH1 Stelle
Verwandte Fachrichtungen
Was SHK-Fachkräfte machen
Anlagenmechaniker:innen und Installateur:innen bauen und warten Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen, von der klassischen Gastherme über Wärmepumpen bis zur Kälte- und Klimatechnik in Gewerbeobjekten. Dazu kommen Rohrleitungsbau, Bäderinstallation und der Anschluss von Heizkörpern und Fußbodenheizung.
Im Kundendienst stehen Wartung, Reparatur und Störungsbehebung im Vordergrund, oft direkt beim Kunden vor Ort. Wer sich auf Wärmepumpen oder Kältetechnik spezialisiert, arbeitet zunehmend an der Schnittstelle zwischen klassischer Haustechnik und Elektro.
Ausbildung und Anerkennung
In Österreich führt der Weg über die Lehre als Installations- und Gebäudetechniker:in mit Schwerpunkt Sanitär- und Heizungstechnik oder Lüftungstechnik, abgeschlossen mit der Lehrabschlussprüfung. In Deutschland heißt der Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker:in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), ausgebildet im dualen System bei der Handwerkskammer und abgeschlossen mit der Gesellenprüfung.
Für Kältetechnik gibt es eigene Zusatzqualifikationen, etwa den Sachkundenachweis für den Umgang mit Kältemitteln. Ausländische Abschlüsse werden in Österreich über die Wirtschaftskammer, in Deutschland über die zuständige Handwerkskammer anerkannt. Die Meisterprüfung öffnet den Weg zur Betriebsführung oder Selbstständigkeit.
Typische Arbeitgeber
SHK-Fachkräfte arbeiten bei klassischen Installationsbetrieben, Haustechnikfirmen und Kälte-Klima-Fachbetrieben, aber auch bei Wärmepumpenherstellern und deren Servicepartnern. Größere Immobilien- und Facility-Management-Unternehmen suchen Haustechniker:innen für die laufende Betreuung von Gebäuden.
Auch Wohnbaugenossenschaften, Krankenhäuser und Industriebetriebe mit eigener Haustechnikabteilung stellen SHK-Fachkräfte fest an, oft mit planbareren Arbeitszeiten als im klassischen Installationsbetrieb.
Arbeitszeit und Bezahlung
Kundendienst bedeutet meist Tagesarbeit mit täglicher Heimkehr, oft mit Firmenfahrzeug und eigenem Einsatzgebiet. Im Anlagenbau oder bei größeren Projekten kann Montage mit Übernachtung dazukommen, ebenso Rufbereitschaft für Notfälle wie Heizungsausfälle im Winter.
Die Bezahlung richtet sich in Österreich meist nach dem Kollektivvertrag des Baugewerbes oder Installationsgewerbes, in Deutschland nach den SHK-Tarifverträgen, die regional zwischen Innungen und IG Metall oder IG BAU verhandelt werden. Rufbereitschaft und Wochenendeinsätze werden meist zusätzlich vergütet.
Worauf du bei Stellenangeboten achten solltest
Achte darauf, ob ein Firmenfahrzeug zur Verfügung steht, wie das Einsatzgebiet zugeschnitten ist und ob Rufbereitschaft überhaupt anfällt. Weiterbildungen zu Wärmepumpen, Sachkundenachweisen für Kältemittel oder Gebäudeautomation zeigen, dass ein Betrieb in die Zukunft investiert.
Wenn dir Rufbereitschaft zu unplanbar ist, frag gezielt nach, wie oft sie anfällt und wie sie vergütet wird. Ein sauber ausgestatteter Fuhrpark und moderne Messtechnik erleichtern den Arbeitsalltag spürbar.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SHK und HKLS?
Beides beschreibt dieselbe Berufsgruppe: SHK steht für Sanitär, Heizung, Klima und wird eher in Deutschland verwendet, HKLS für Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär eher in Österreich. Die Tätigkeiten überschneiden sich weitgehend.
Brauche ich für Kältetechnik eine Zusatzqualifikation?
Für den Umgang mit Kältemitteln ist ein Sachkundenachweis nötig. Viele Betriebe ermöglichen diese Zusatzqualifikation berufsbegleitend, wenn du bereits eine SHK- oder Kälteanlagenbauer-Ausbildung hast.
Muss ich im SHK-Bereich Rufbereitschaft leisten?
Nicht überall. Viele Stellen im Neubau oder in der Wartung ohne Notdienst kommen ohne Rufbereitschaft aus. Wo sie vorkommt, etwa im klassischen Kundendienst, wird sie in der Regel zusätzlich vergütet.
Wird mein ausländischer SHK-Abschluss anerkannt?
In Österreich prüft die Wirtschaftskammer die Gleichwertigkeit, in Deutschland die zuständige Handwerkskammer. Ein Einstieg als Helfer:in oder Monteur:in ist während des Verfahrens meist möglich.
Fazit
Mit der Umstellung auf Wärmepumpen und energieeffiziente Gebäudetechnik bleibt SHK ein Beruf mit Zukunft. Ob Kundendienst mit täglicher Heimkehr oder Anlagenbau mit Montage: Es gibt für fast jede Vorstellung vom Arbeitsalltag einen passenden Betrieb.
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