Schweißen & Metallbau: was du wissen solltest
Schweißer:innen, Schlosser:innen und Metallbauer:innen fügen und bearbeiten Metallbauteile für Konstruktionen aller Art.
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Arbeit im Schweißen und Metallbau
Die Aufgaben reichen von Stahlbaukonstruktionen über Geländer und Tore bis zu Bauteilen für den Maschinenbau. Für viele Schweißverfahren ist eine eigene Prüfung nach Norm nötig, die den Marktwert deutlich erhöht.
Wer mehrere anerkannte Schweißverfahren beherrscht, ist auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt und kann oft zwischen Baustellen-, Werkstatt- oder Industriejobs wählen. Metallbauer:innen arbeiten häufig zusätzlich an Sonderanfertigungen wie Treppen oder Vordächern. Genauigkeit und ein sauberer Arbeitsstil zählen hier oft mehr als reine Schnelligkeit.
Aktuelle Lage am Stellenmarkt
Auf Atlas sind gerade 4 offene Stellen im Bereich Schweißen & Metallbau für Kfz- & Metall-Fachkräfte gelistet, ausgeschrieben von 3 Arbeitgebern.
Die meisten Angebote gibt es derzeit in Wien.
Arbeitgeber mit offenen Stellen
Vsg2 Stellen
Liebherr-International S.A.1 Stelle
Murauer Technology1 Stelle
Nach Stadt
Verwandte Fachrichtungen
Was man in Kfz und Metall macht
Kfz-Mechatroniker:innen warten und reparieren Fahrzeuge, von der klassischen Inspektion über Diagnose an der Elektronik bis zur Reparatur von Elektro- und Hybridantrieben. Karosseriebauer:innen richten Unfallschäden, Schweißer:innen und Schlosser:innen fügen und bearbeiten Metallbauteile, und Zerspanungsmechaniker:innen fertigen Präzisionsteile an CNC-Maschinen.
Die Arbeit findet meist in der Werkstatt oder Produktionshalle statt, seltener auf Montage. Viele Berufe überschneiden sich mit der Industrie, etwa wenn Industriemechaniker:innen Produktionsanlagen warten statt Fahrzeuge zu reparieren.
Ausbildung und Anerkennung
In Österreich führt der Weg über die Lehre als Kraftfahrzeugtechniker:in mit Schwerpunkt oder als Metalltechniker:in mit entsprechendem Schwerpunkt, abgeschlossen mit der Lehrabschlussprüfung. In Deutschland heißen die vergleichbaren Ausbildungsberufe Kfz-Mechatroniker:in beziehungsweise je nach Schwerpunkt Industriemechaniker:in oder Zerspanungsmechaniker:in, ausgebildet dual über die Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer.
Für bestimmte Schweißverfahren ist eine eigene Schweißerprüfung nach den einschlägigen Normen nötig, oft unabhängig vom Grundberuf. Ausländische Abschlüsse werden in Österreich über die Wirtschaftskammer, in Deutschland über die zuständige Kammer anerkannt. Die Meisterprüfung führt zur Werkstattleitung oder Selbstständigkeit.
Typische Arbeitgeber
Die klassischen Arbeitgeber sind Autohäuser und freie Kfz-Werkstätten, dazu Nutzfahrzeug- und Landmaschinenbetriebe, Karosserie- und Lackierfachbetriebe. In der Metallverarbeitung kommen Metallbaubetriebe, Maschinenbau- und Industrieunternehmen mit eigener Fertigung dazu.
Größere Autohauskonzerne und Industriebetriebe bieten oft strukturierte Weiterbildung, etwa zu Elektrofahrzeugen oder neuen Schweißverfahren, kleinere Werkstätten mehr direkten Kundenkontakt und breitere Aufgaben.
Arbeitszeit und Bezahlung
Werkstattarbeit ist meist Tagesarbeit mit täglicher Heimkehr und festen Werkstattzeiten, in der Industrie kommt oft Schichtarbeit dazu, etwa im Zwei- oder Dreischichtbetrieb an CNC-Maschinen. Montage mit Übernachtung ist eher die Ausnahme, etwa bei Servicetechniker:innen für Landmaschinen oder Nutzfahrzeuge.
Die Bezahlung richtet sich in Österreich meist nach dem Kollektivvertrag des Kfz-Gewerbes oder der Metallindustrie, in Deutschland nach den Tarifverträgen der IG Metall. Schichtzulagen und Zulagen für Schweiß- oder Erschwerniszuschläge kommen häufig dazu.
Worauf du bei Stellenangeboten achten solltest
Achte auf die Ausstattung der Werkstatt oder Fertigungshalle, etwa moderne Diagnosegeräte, Hebebühnen oder CNC-Maschinen, und auf Weiterbildungen zu Elektrofahrzeugen, neuen Schweißverfahren oder Automatisierung.
Bei Schichtarbeit lohnt sich ein Blick auf das Schichtmodell und die Zuschläge. Ein moderner Maschinenpark und klar geregelte Zuständigkeiten erleichtern den Arbeitsalltag spürbar.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kfz-Mechatroniker:in und Kfz-Techniker:in?
In Deutschland ist Kfz-Mechatroniker:in der aktuelle Ausbildungsberuf, Kfz-Techniker oder Kfz-Mechaniker sind ältere Bezeichnungen für dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit. In Österreich heißt der Lehrberuf Kraftfahrzeugtechniker:in.
Brauche ich für bestimmte Schweißverfahren eine eigene Prüfung?
Ja, für viele Schweißverfahren ist eine Schweißerprüfung nach den geltenden Normen nötig, unabhängig vom ursprünglichen Ausbildungsberuf. Viele Betriebe ermöglichen diese Zusatzqualifikation berufsbegleitend.
Arbeiten Zerspanungsmechaniker:innen im Schichtbetrieb?
In der Industrie häufig ja, weil CNC-Maschinen oft im Mehrschichtbetrieb laufen. In kleineren Metallbaubetrieben ist reine Tagesarbeit dagegen üblicher.
Wird mein ausländischer Kfz- oder Metallabschluss anerkannt?
In Österreich prüft die Wirtschaftskammer die Gleichwertigkeit, in Deutschland die zuständige Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer. Ein Einstieg als Werkstatthelfer:in ist während des Verfahrens oft möglich.
Fazit
Kfz- und Metallberufe bleiben gefragt, weil Fahrzeuge und Maschinen laufend gewartet, repariert und weiterentwickelt werden müssen. Mit Lehrabschluss oder Gesellenbrief und der Bereitschaft zur Weiterbildung, etwa Richtung Elektromobilität, stehen dir Werkstätten und Industriebetriebe gleichermaßen offen.
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