Hochbau & Maurer: was du wissen solltest
Im Hochbau entstehen Rohbauten von Wohnhäusern, Gewerbeimmobilien und öffentlichen Gebäuden.
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Aufgaben im Hochbau
Maurer:innen und Betonbauer:innen mauern Wände, schalen und betonieren Decken und errichten den kompletten Rohbau nach Plan. Schalungsbauer:innen bauen die Formen, in die der Beton gegossen wird, und arbeiten eng mit dem Maurerteam zusammen.
Der Einstieg gelingt über die Maurer-Lehre, danach ist mit steigender Erfahrung auch die Übernahme der Anleitung kleinerer Trupps möglich. Größere Bauunternehmen bieten hier oft den direktesten Weg zur Polierausbildung. Auch der sichere Umgang mit modernen Schalungssystemen wird zunehmend verlangt, was die praktische Ausbildung im Betrieb sinnvoll ergänzt.
Aktuelle Lage am Stellenmarkt
Auf Atlas sind gerade 4 offene Stellen im Bereich Hochbau & Maurer für Bau-Fachkräfte gelistet, ausgeschrieben von 3 Arbeitgebern.
Die meisten Angebote gibt es derzeit in München und Linz.
Arbeitgeber mit offenen Stellen
Riedel Bau AG2 Stellen
Jobs: Karriereportal von Rohrer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH in 8712 Niklasdorf1 Stelle
Leitwerk AG1 Stelle
Verwandte Fachrichtungen
Was man am Bau macht
Maurer:innen errichten den Rohbau, Zimmerer:innen bauen Dachstühle und Holzkonstruktionen, im Tiefbau entstehen Straßen, Kanäle und Fundamente, und Poliere oder Bauleiter:innen koordinieren die Baustelle als Ganzes. Dazu kommen Spezialgewerke wie Gleisbau, Schalungsbau oder das Bedienen von Baumaschinen und Baggern.
Der Arbeitsalltag spielt sich fast immer auf der Baustelle ab, oft im Freien und wetterabhängig. Mit steigender Erfahrung übernehmen viele die Anleitung kleinerer Trupps, bevor sie in Richtung Vorarbeiter:in, Polier:in oder Bautechniker:in wechseln.
Ausbildung und Anerkennung
In Österreich beginnt der Weg mit einer Lehre, etwa als Maurer:in, Zimmerer:in oder Tiefbauer:in, abgeschlossen mit der Lehrabschlussprüfung. In Deutschland läuft die Ausbildung in den entsprechenden Bauberufen dual über die Handwerkskammer oder Bauinnung und endet mit der Gesellenprüfung.
Wer Richtung Bauleitung oder Poliersteht will, bildet sich meist mit einer Polier- oder Werkmeisterausbildung weiter, alternativ über ein berufsbegleitendes Bautechnik-Studium. Ausländische Abschlüsse werden in Österreich über die Wirtschaftskammer, in Deutschland über die Handwerkskammer anerkannt, ein Einstieg als Bauarbeiter:in oder Helfer:in ist auch ohne formale Anerkennung möglich.
Typische Arbeitgeber
Die größten Arbeitgeber sind Bauunternehmen jeder Größe, von regionalen Betrieben bis zu bundesweiten Baukonzernen, dazu Tiefbau- und Straßenbaufirmen, Zimmereien und Dachdeckerbetriebe. Öffentliche Auftraggeber wie Gemeinden und Straßenbauämter beschäftigen ebenfalls eigenes Baupersonal.
Größere Baukonzerne bieten oft strukturierte Aufstiegswege bis zur Bauleitung und eigene Ausbildungswerkstätten, kleinere Betriebe mehr Abwechslung und kürzere Entscheidungswege.
Arbeitszeit und Bezahlung
Bauarbeit ist stark saisonal geprägt: In den Wintermonaten kann es je nach Witterung und Auftragslage ruhiger werden, dafür sind die Sommermonate meist voll ausgelastet. Viele Stellen erfordern Montage mit Übernachtung, wenn die Baustelle weiter entfernt liegt, andere sind reine Tagesarbeit auf lokalen Baustellen.
Die Bezahlung richtet sich in Österreich nach dem Kollektivvertrag der Bauindustrie oder des Baugewerbes, in Deutschland nach den Bautarifverträgen, die von der IG BAU mit den Arbeitgeberverbänden verhandelt werden. Dazu kommen oft Auslösen für Montage und Zulagen für Erschwernis oder Winterarbeit.
Worauf du bei Stellenangeboten achten solltest
Achte auf die Ausstattung mit Maschinen und Schutzausrüstung, ob und wie Montage mit Übernachtung vergütet wird, und wie der Betrieb mit der Winterpause umgeht, etwa über Kurzarbeit oder durchgehende Beschäftigung.
Ein Blick auf laufende und geplante Projekte zeigt, wie stabil die Auftragslage ist. Betriebe mit eigener Ausbildungswerkstatt investieren meist auch in die Weiterbildung ihrer Fachkräfte.
Häufige Fragen
Muss ich am Bau immer auf Montage?
Nicht zwangsläufig. Viele Stellen bei lokalen Bauunternehmen oder im Tiefbau der eigenen Region sind reine Tagesarbeit. Montage mit Übernachtung betrifft eher größere, überregionale Projekte.
Was passiert im Winter mit meinem Job am Bau?
Das hängt vom Betrieb ab. Manche Firmen setzen auf Kurzarbeit oder Winterarbeitslosengeld, andere beschäftigen ihr Personal ganzjährig mit Innenausbau oder Wartungsarbeiten. Frag im Bewerbungsgespräch gezielt danach.
Brauche ich für Baumaschinen einen speziellen Führerschein?
Für viele Baumaschinen und Bagger ist ein entsprechender Führerschein oder Berechtigungsnachweis nötig, den manche Betriebe auch berufsbegleitend finanzieren.
Wie werde ich vom Facharbeiter zum Polier oder zur Polierin?
Über eine Polier- oder Werkmeisterausbildung nach einigen Jahren Berufserfahrung, teils auch über ein berufsbegleitendes Studium der Bautechnik. Viele Betriebe unterstützen diesen Weg aktiv.
Fazit
Bau bleibt einer der Bereiche, in denen Erfahrung schnell in mehr Verantwortung und bessere Konditionen übersetzt wird. Ob Rohbau, Tiefbau oder Dach: Wer sich weiterbildet, hat gute Chancen auf Polier- oder Bauleitungspositionen.
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